Black is beautiful! – Arthur Ersosi

Eine Schrift erhält ihren Charakter nicht ausschließlich durch die Gestalt ihrer Lettern und Zeichen. Einen nicht unerheblichen Einfluss auf Rhythmik und Ausdruck haben die Punzen (Binnenräume) und besonders der Weißraum zwischen den Zeichen.

Prinzip des zunächst gestalteten Schriftschnitts ›Black‹ der der Roy Sans ist: je dicker, desto besser. So sind Punzen und Weißraum auf ein Minimum reduziert. Dennoch besticht die Schrift durch eine eigenständige und detailreiche Formensprache und einen – trotz der fast schon brachialen Flächigkeit – freundlich-weichen Charakter. Dies wird verstärkt durch eine dezente Lebendigkeit im Strich, d.h. im Rahmen der Möglichkeiten, bestechen die Glyphen durch einen enormen Dick-Dünn-Kontrast.

Weiterhin bietet die Roy Sans viele ausdifferenzierte Sonderformen, Alternativzeichen und Ligaturen, die zum Teil Schmuckfunktion haben, vielfach aber die durch die extreme Flächigkeit entstehenden ›Problemzonen‹ auflöst. Neben dem Standard-Umfang, bietet die Roy Sans Black derzeit Akzente für nahezu alle europäischen bzw- Latin-basierten Sprachen. Das griechische Alphabet ist in Arbeit.

Betreuung: Dipl. Des. Guido Schneider