Zwischen-Raum. Zwischen-Menschen.

Der öffentliche urbane Raum ist heute Schauplatz diverser Kommunikationsstrategien: von kommerziell geprägten Werbeanzeigen über politische Bewegungen bis hin zu künstlerischen Installationen. Neben diesen sehr offensichtlichen Ebenen der Kommunikation gibt es viele weitere Ebenen, die es zu entdecken gibt. Kommunikationsformen, die vielleicht unsichtbar sind oder sich im kleinen Alltäglichen zeigen. Ein Mikrokosmos der Kommunikation.

Während eines Semesterprojektes spürten die Studenten diesem Mikrokosmos der Kommunikation nach und widmeten sich seinen unbegrenzten Formen um diese zu dokumentieren und daraus neue Interaktionsformen zu entwickeln.

Die temporäre Installation „Kopfzeilen“ entstand aus der Zusammenarbeit von Lucas Schnurre und Janine Vohwinkel. Sie bringen die unterschiedlichen Perspektiven von Bewohnern der Krefelder Südstadt auf ihr Viertel auf Textilbannern in den öffentlichen Raum zurück. Ein kurzes Video dazu.

Die Wahrnehmung und Schönheit des Alltägliche stellt Laura Fee Thorenz mit ihrem „Haiku.gram“ Projekt in den Fokus. Sie verweilt im Moment und lenkt den Blick auf verlorene Gegenstände und Straßendeteils um diese in Bild und Wort festzuhalten. Dies Gedichtform des Haiku dient hierbei als Gegenpart zum Instagram Foto. Fotos und Haikus finden sich hier.

Normalerweise unsichtbaren Informationsströme, in Form von Gedanken im Kopf flanierender Menschen, sammelten Hannah Gumpert und Anna Hermann. Diese fügten sie zu neuen Geschichten zusammen und spielten diese in Form von Sound-Installationen an jene Orte zurück, an denen die Gedanken ursprünglich gesammelt wurden. Zum Blog mit Kurz-Video geht es hier.

Sascha Jörres widmete sich mit seinem Projekt „Schall und Rauch“ den Geräuschen einer Stadt, die mal präsenter mal subtiler aber stets gegenwärtig sind. Er sammelte Sounds der Stadt Duisburg und stellte diese lokalen Musikern zur Verfügung um daraus Songs zu mixen. Für jedes Geräusch wurde zusätzlich ein Video aufgezeichnet, so dass im Nachhinein, zu jedem Song eine Art Videocollage die entstandene Musik visualisiert.

Mit ihrem Projekt „Gestern.Heute.Morgen“ gestalteten Maike Kawik und Jacqueline Fischer die Möglichkeit, dass eine Stadt etwas über sich selber erfährt und dabei trotzdem anonym bleiben kann. Drei Städte bereisten die beiden an drei Tagen um ihre Fragen nach dem Gestern, Heute und Morgen anschließend in einem Blog und Video zu verarbeiten.

Eine kurzes Video von Merve Arslan, Klaudiya Schilina und Johanna Schmitz lässt den Betrachter die Stadt aus einer anderen Perspektive wahrnehmen – durch Kinderaugen. Ihre Assoziationen zu versteckten Eingängen, abstrakten Kunstobjekten und bunten Hausfassaden verarbeiteten sie in einer Kombination aus Bild und Illustration.

„Warum spricht Erna nicht mit Hans?“ fragten sich Lisa Natrup und Fabienne Reinking und starteten eine Experimentreihe, die die Kommunikationsbarrieren im öffentlichen Raum brechen wollte. Provokation von Kommunikation durch Kommunikation war ihr Ziel. Das Ergebnis dokumentierten sie auf diesem tumblr blog.

Die Sammlung „Stadtgeflüster“ entstand bei der Übertragung von schriftlicher Kommunikation im öffentlichen Raum in ein typografisches Heft durch Hannah Paus und Katrin Driesch. Sprüche, die sie bei Stadtstreifzügen sammelten wurden in unterschiedlichsten Formsprachen interpretiert zusammen gebunden.

Clemens Brück entwickelte eine interaktive Installation im öffentlichen Raum. Er kodierte die angezeigten W-Lan Netzwerke einer Umgebung in einer von ihm entwickelten Schrift und projizierte diese Zeichen vor Ort in ein Schaufenster. Passanten konnten durch ihre Bewegung Einfluss auf die Projektion nehmen.


Prof. Nora Gummert-Hauser und Dipl. Des. Jeannette Weber


Janine Vohwinkel und Lucas Schnurre 


Laura Fee Thorenz 


Hannah Gumpert, Anna Hermann 


Sascha Jörres 


Maike Kawik, Jacqueline Fischer 

Johanna Schmitz
Merve Arslan, Klaudiya Schilina, : Johanna Schmitz


Clemens Brück 


Lisa Natrup, Fabienne Reinking 


Hannah Paus, Katrin Driesch