Konzeption für das Redesign der Printpublikation
des Hetjens Museum in Düsselorf –
Bianca Berning und Jan Erlinghagen

Im Frühjahr 2009 entwickelten Bianca Berning und Jan Erlinghagen im Rahmen eines Forschungsauftrages das Re-Design der Programmhefte, -flyer und Plakate des Hetjens – Deutsches Keramikmuseum in Düsseldorf.

Das bis dato bestehende Problem bestand darin, dass sich das Museum aus zwei Standorten – einem Hauptgebäude in der Altstadt, sowie der Sammlung Ernst Schneider am Rande der Innenstadt, zusammensetzt. Das Museum »trennte« sich aber nicht nur räumlich, auch gestalterisch war keine einheitliche Linie zu erkennen. Beide hatten ein eigenes Design für ihre Flyer. Hinzu kamen noch die Veranstaltungsflyer des Freundeskreises des Museums. Somit entstand jährlich eine Vielzahl von Flyern und anderen Kleinpublikationen, die kein zusammengehöriges Erscheinungsbild aufwiesen. Da Format und Typografie durch das Design Manual der Stadt Düsseldorf vorgegeben waren, wurden in diesem Rahmen zwei prägnante und eigenständige Konzepte erarbeitet, welche sich deutlich von allen anderen Museen, Galerien und Theatern in Düsseldorf abheben. Beide Varianten sollten durch ihre Aufgeräumtheit das Suchen und Finden von Informationen erleichtern.

Die erste Variante beschreibt einen eher klassischen Stil. Prägnantes Merkmal hierbei ist zum einen das »Logo«. Als Inspiration hierfür dienten Unterglasurstempel, welche an Unterseiten von keramischem Erzeugnissen zu finden sind. Die Bildmarke zeigt ein abstrahiertes Portrait des Gründers Laurenz Heinrich Hetjens, um den der Schriftzug HETJENS – Das deutsche Keramikmuseum positioniert wurde. Zum anderen stechen die unterstützenden Linien ins Auge, die Headlines und Zusatzinformationen (Eintrittspreise etc.) grafisch halten. Als Farbe für die Auszeichnungen und Headlines haben wir einen dunkelblauen Ton gewählt, der sich an den ersten Bemalungen von Keramiken orientiert.

Die zweite Variante definiert sich durch klassisch-moderne Gestaltung. Der Eyecatcher dieses Ansatzes ist ein kompromissloses, weißes Rechteck mit prägnanter Typografie auf der Coverseite. Die Abbildungen auf dem Cover werden (bewusst) angeschnitten und teilweise durch das Rechteck verdeckt, um die Neugierde der Betrachter zu wecken und zu einem Museumsbesuch anzuregen. Auch bei dieser Variante wurde der spezielle Blauton für Auszeichnungen benutzt.

In beiden Varianten wurden Programmhefte und -flyer, Plakate und Beilagen zu Sonderausstellungen und Einladungen sowie eine neues Erscheinungsbild für die Printmedien des Freundeskreises erstellt, die sich an der Gestaltung des Museums orientieren.

Betreuung Prof. Nora Gummert-Hauser