Nihongo – Japanisch für Anfänger
Freies Projekt von Susanna Welzel

Ich lerne schon seit einigen Jahren Japanisch. Schon zu Beginn ist mir bei der Suche nach einem Wörterbuch die Situation der Lehrbücher auf dem deutschen Markt aufgefallen. Das Angebot ist verschwindend gering. Man greift auf internationale englischsprachige Bücher zurück. Die wenigen, die sich finden, sind entweder sehr teuer oder qualitativ sehr unbefriedigend.

Dieses Problem sah auch meine Japanisch-Lehrerin bei der Auswahl ihrer Unterrichtsmate-
rialien. So hat sie letztendlich selbst ein Buch geschrieben, das sie nun kapitelweise, in kopierter Form, an ihre Schüler weitergibt. Um ihre Arbeit zu würdigen und dieser nun auch eine passende äußere Form zu geben, habe ich versucht zu den zugrunde liegenden Texten eine angemessene Visualisierung zu entwickeln. Schlichtheit und Klarheit war oberstes Ziel, um den Lernprozess zu unterstützen. Dennoch sollte eine zusätzliche emotionale Ebene, zum Beispiel durch Illustrationen und Farbe erzeugt werden, denn diese fördert den persönlichen Bezug und somit das Lernen. Inhaltlich musste eine Hierarchie aufgebaut werden: An welchen Stellen sind die grammatikalischen Übungen zu finden, wo die Vokabeln, für welche Inhalte werden Illustrationen benötigt und wie macht man die Charaktere, die hierzu entwickelt werden einfach und wiedererkennbar.

Es galt einige Entscheidungen zu treffen: Das Format, das Seiten-Layout, die Farbwahl, Schrift und die Illustrationen: Angelehnt an japanische Mangas habe ich die Figuren der Kapitel als kleine vereinfachte Comic-Figuren entworfen. Jedes Kapitel erhielt eine Grundfarbe, die aus dem wohl berühmtesten japanischen Bild „Die große Welle vor Kanagawa“ von Hokusai (1830) entnommen wurde. Dieses wurde als Motiv für das Vorsatzpapier verwendet. Das verwendete Papier für den Druck ist der japanischen Kultur angemessen leicht getönt und etwas durchscheinend.

Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser