Die Aufgabe: Rechthaberei – endlich für alle!

Sie entwickeln ein Konzept zur Visualisierung des Schopenhauertextes: Die Kunst Recht zu behalten. Der Text mit 38 Tricks oder Kunstgriffen ist ca. aus dem Jahr 1830 und wurde 1864 erstmals publiziert. Wenn man sich darauf einlässt, ist klar zu erkennen, wie häufig diese Kunstgriffe der Rechthaberei auch heute noch Anwendung finden. Allerdings ist uns diese Sprache nicht mehr so geläufig und deshalb ist es jetzt an Ihnen eine Publikation zu entwickeln, die die Inhalte dieser Publikation klar verständlich aufbereitet. Wie Sie das machen, bleibt Ihnen überlassen. Auch das Medium muss Ihrem konzeptionellen Gedanken folgen. Das heißt, es darf ein klassisches Buch sein, aber es kann auch ein digitales Medium sein, es kann natürlich ein Film sein, es darf illustriert sein, es darf nur Text sein ... Legen Sie los. Das Einzige „Muss": der Originaltext soll auch vorhanden sein.

„Eristik wäre demnach die Lehre vom Verfahren der dem Menschen natürlichen Rechthaberei […]. Die angeborene Eitelkeit, die besonders hinsichtlich der Verstandeskraft reizbar ist, will nicht haben, dass was wir zuerst aufgestellt [haben] sich als falsch und das des Gegners als Recht ergebe.“ (Schopenhauer)

Anna Arndt
Lernen gilt unter anderem als der Erwerb von geistigen, sowie sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mit den 38 Kunstgriffen der Kunst, Recht zu behalten wird die Möglichkeit gegeben zu erlernen und die eigenen Fähigkeiten auszubauen.

Hanady Gamgoum
„Schopenhauer? Ich versteh nur Bahnhof.“ Wenn wir hören und gleichzeitig sehen, so fällt es uns leichter, den Gesamtzusammenhang zu begreifen. Wenn wir beide Sinne, sowohl diesen des Hörens, als auch jenen des Sehens zusammen, gekoppelt verbinden, so fällt es uns leichter zu verstehen. – Eine audivisuelle Installation zu Schopenhauer im Raum.

Mirko Podkowik
Das Konzept der Interaktion wurde zentral für die Gestaltung der Arbeit und bildet sich ab in der Gegenüberstellung von Texten und der visuellen Anmutung der entstandenen Hefte. Es sind verschiedene Autoren, die in Interaktion mit dem Originaltext treten und ihre Vergegenständlichung in neun Heften finden.

Tugba Kalayci
Die Idee, die die Gestaltung dieser Arbeit prägt ist, Schopenhauers Kunstgriffe literarisch, visuell und haptisch begreifbar zu machen. In einer Reihe aus 38 Einzelobjekten werden seine Kunstgriffe in reduzierter Form dargestellt.

Johanna Mehl
In „Die Kunst, Recht zu behalten“ von Arthur Schopenhauer erfahren wir, was es beutetet als Eristiker in eine Diskussion einzusteigen. Nach einem Vorwort werden mit 38 Kunstgriffen verschiedene Taktiken dargelegt, die garantieren aus einem verbalen Kampf als Sieger hervorzugehen, ganz gleich wer in Wahrheit Recht besitzt.


Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser