Redesign Magazin KULT

Editorial | SS 2009 | Prof. Nora Gummert-Hauser und Prof. Richard Jung

Was macht erfolgreiche Zeitschriften und Magazine aus? Am Design alleine kann es nicht liegen. Dieses ist, vergleicht man mal rein optisch diverse Magazine – oft ähnlich stereotyp. Was uns sagt, es steckt, wie immer, mehr dahinter, nämlich ein kluger Kopf (Gestalter), der genau überlegt, warum er, für wen er und was er gestaltet.

Das zweimonatlich erscheinendes Kulturmagazin KULT soll einer Revison (Überarbeitung) unterzogen werden. Dieses Projekt ist eine interdisziplinäre Kooperation zwischen Editorial Design und Corporate- & Brand Design. Fünf Teams arbeiteten an der neuen Marke und an deren Umsetzung in eine Printpublikation.

Team 1: Banause

Sonja Kreft, Simone Schink, Sebastian Steinhoff, Artur Gerz, Michel Holzky, Piet Fischer

Leitidee: Kultur für alle

... Was bedeutet das? Das Magazin braucht einen Namen der auffällt. Einen Namen, der Unterhaltsamkeit und Kultur suggeriert. Einen Namen wie BANAUSE. Das Magazin muss es dem mäßig interessierten, reizüberfluteten, lesefaulen, unter Zeitmangel leidenden Leser so einfach wie möglich machen, sich über Kultur zu informieren. Kurze Texte, unterhaltsamer Schreibstil, viel Vorstrukturierung, viel Führung, wenig gefühlter Leseaufwand.

Und wie könnte man das Magazin besser bekannt machen, als durch das Initiieren kultureller Events für die niederrheinischen Kommunen? Richtig. Man nehme einen Sponsor, stricke ein ungewöhnliches Event drumherum, füge eine kulturelle Komponente hinzu, sorge für ein Schmunzeln und plakatiere damit die üblichen Stellen. Man trage das Event in sämtliche Veranstaltungskalender anderer Anbieter ein, informiere die Presse, biete den Menschen eine Internetplattform für den Austausch über dieses und andere Events, und schon spricht der Niederrhein über BANAUSE. Und natürlich über den Sponsor, der gerade sehr viel Aufmerksamkeit für sehr wenig Geld bekommt. ...