Grenzgang – Freies Projekt von Lydia Scharlata

Die Normalität ist eine gepflasterte Strasse; man kann gut darauf gehen – doch es wachsen keine Blumen auf ihr. – Vincent van Gogh

Eine psychische Erkrankung kann man weder sehen noch anfassen. Und trotzdem kann sie für Betroffene, selbst nach der Heilung, zur Mauer werden, die sie vom „normalen“ Leben ausgrenzt. Doch wo ist die Grenze zwischen dem Normalen und dem Unnormalen? Wie stellt man das fest? Gibt es tatsächlich nur eine Sichtweise?

Diese und ähnliche Fragen stellten sich mir während meines Projekts. Ich wollte mich mit dem Thema der psychischen Erkrankungen, insbesondere mit dem Problem der Stigmatisierung psychisch erkrankter Personen beschäftigen. Ein Thema, welches mich schon immer interessiert hat, jedoch hatte ich bisher keine Gelegenheit mich näher damit auseinander zu setzen. In meiner Arbeit habe ich versucht, verschiedene Aspekte der Psychologie zu vermitteln, die in der Unterscheidung von Normal und Unnormal eine Rolle spielen. Aspekte die zeigen, dass das vermeintlich „Kranke“, nicht so weit weg ist von unserer Normalität. Würden mehr Menschen den Begriff  der Normalität nicht als starres Konstrukt begreifen, sondern als etwas, das es zu hinterfragen gilt, gäbe es auch das Problem der Stigmatisierung nicht.

Projektbetreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser