„Ziegeljagd“ – Konzeption und Entwurf eines Dokumentationsmediums über die Gemeinde Finowfurt – Stephanie Schilk

BA-Thesis

Finowfurt befindet sich im Nordosten Brandenburgs und hat 4600 Einwohner. Die vielen Zuzüge in den letzten Jahren haben dazu beigetragen, dass die einst vertraute Stimmung innerhalb des Ortes verschwunden ist. Die Menschen kommunizieren weniger miteinander und neu zugezogenen fällt es aufgrund mangelnder Ortskenntnisse schwer, ein Gefühl von Zugehörigkeit zu entwickeln.

In Finowfurt gab es früher Ziegeleien, von denen heute nur noch Fundamentreste existieren. Im Ort sowie in der Umgebung findet man immer noch Häuser, Stallungen und anderes Mauerwerk, die diese alten Ziegel aufweisen. Die Besonderheit der Ziegel ist die gelblich-grüne Färbung. Die Ziegeleien waren das wirtschaftliche Fundament des Ortes und aufgrund dieser Tatsache ist der Ziegel das Symbol und die Basis meines visuellen Konzeptes geworden.

Die Idee: Ich plane eine spielerische Suchaktion mit dem Titel „Ziegeljagd“. Diese Aktion setzt sich inhaltlich mit der Geschichte des Ortes auseinander und hat zum Ziel, die Kommunikation und Verbundenheit der Menschen zum Ort zu stärken. Ich habe viele Geschichten ausgegraben, mich mit alten Einwohnern unterhalten, in Gemeindeunterlagen recherchiert und mir die zwölf interessantesten Geschichten ausgewählt, die der Teilnehmer an der Aktion wiederentdecken kann. Die Neugierde und Entdeckungsfreude der Menschen soll benutzt werden, um die Geschichte von Finowfurt lebendig werden zu lassen.

Die Aktion: In Finowfurt werden zwölf blaue, 24,5 cm x 12 cm große Symbole an solchen Stellen angebracht, die das alte gelblich-grüne Mauerwerk aufweisen. (Die Farbe Blau steht an dieser Stelle stellvertretend für den Finowkanal, auf dessen Existenz die Gründung des Ortes zurückzuführen ist). Jedes Symbol umfasst ein Detailsymbol und einen Zahlencode. Das Detailsymbol deutet auf die Geschichte hin, welche sich hinter diesem Symbol verbirgt. Der Zahlencode dient zur Eingabe auf der Internetseite und setzt sich aus dem Monat und der Jahreszahl der jeweiligen Geschichte zusammen. Zusätzlich sorgen Plakate, Flyer, Aufkleber, Radiospots, Zeitungsannoncen und Informationsziegel für die nötige Aufmerksamkeit.

Sobald ein Symbol entdeckt wird, kann der Zifferncode auf der Website eingetragen werden. Nach dessen Aktivierung hat der Teilnehmer Zugriff auf die dazugehörende Geschichte und kann diese lesen. Von der ersten bis zur letzten Symbolaktivierung werden auf der Internetseite automatisch die Tage gezählt, die zur Aktivierung aller Symbole benötigt wurden. Abschliessen besteht die Möglichkeit die Anzahl der benötigten Tage auf der entsprechenden Rankingseite zu veröffentlichen.

Betreuung: Prof. N. Gummert-Hauser und Prof. T. Kraus


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