Consult – Typefacedesign mit dem Fokus auf Lesbarkeit in kleinen Schriftgraden – Sebastian Hähnlein

BA-Thesis

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Packungsbeilage fragen Sie Ihren Typografen oder Typedesigner.

Beipackzettel sind ein wichtiger Bestandteil von Verpackungen für erklärungsbedürftige Produkte. Bei unzähligen Artikeln im Bau- und Gartenmarkt, Kosmetikartikeln und Medikamentenschachteln sind Packungsbeilagen unverzichtbar und auch teilweise mit gesetzlich vorgeschriebenen Informationen bestückt.

Dennoch begegnet man hauptsächlich Beipackzetteln, die scheinbar nicht zum Lesen gestaltet wurden. Schriften werden unabhängig von Klassifizierung oder Eignung durcheinander geworfen und verwendet. Je mehr man sich mit Beipackzetteln beschäftigt, desto deutlicher wird, dass scheinbar keine Schrift existiert, die für den Einsatz in kleinen Graden, für längere Textpassagen und für den Offsetdruck auf Dünndruckpapier geeignet ist, die eine überzeugende Zeichengestaltung für eine optimale Lesbarkeit aufweist.

Ziel der Arbeit war es, eine alltags- und praxistaugliche Schrift zu entwerfen, die einerseits die ökonomischen Anforderungen der Industrie berücksichtigt, dabei jedoch den Endverbraucher nicht vergisst.

Um die notwendige Informationshierarchie eines Beipackzettels abzudecken, soll eine Fließtextvariante (Regular) und eine Auszeichnungsvariante (Bold) gestaltet werden. Des Weiteren sollen hilfreiche Aufzählungszeichen die Standardglyphen ergänzen und die Schrift besonders attraktiv machen.

Betreuung: Prof. N. Gummert-Hauser und Dipl.-Designer Guido Schneider