Wiederholungstäter – Konzeption und Entwicklung eines Kommunikationsmediums zum Thema Rituale – Sarah Frank

BA-Thesis

Warum sitzen wir sonntags gemeinsam an einem Tisch und frühstücken zusammen? „Weil es immer so ist“, ist nicht die richtige Antwort …

Wir sind abhängig von Handlungsabläufen, die uns gewisse Strukturen geben, in denen wir uns ausruhen können, solange, bis sie mal aus dem Ruder geraten. Denn dann ist irgendetwas nicht so wie immer. Und das stört uns – es bringt uns durcheinander. Wenn der morgendliche Ablauf aus den Fugen gerät, kommen wir aus dem Konzept und bekommen die Zeit nicht mehr geregelt. Die Chance, dass wir nun zu spät zur Arbeit kommen ist relativ groß. Wir brauchen diese Sicherheiten, damit der Tag, die Woche oder ein Ereignis eben genau so funktioniert, wie es funktionieren soll. Wir bemerken viel zu oft schöne Dinge und welche Bedeutung sie für uns haben, wenn es zu spät ist: dann wenn es sie nicht mehr gibt, wenn sie nicht mehr da sind.

Unser Alltag steckt voller Handlungen, die wir nur noch automatisiert abarbeiten. Es ist spannend von Zeit zu Zeit den Blick zu wechseln und genauer hinzuschauen, sich selbst zu beobachten, und aus einem anderen Blickwinkel auf das zu schauen was wir für alltäglich halten, um es wieder genießen zu können.

Betreuung: Prof. N. Gummert-Hauser und Dipl.-Designer Fritjof Wild