Konzeption und Gestaltung einer Publikation zum Thema Norm – Max Rogalski

BA-Thesis

Ex centro =  (lat.) außerhalb der Mitte.
Die Mitte ist die Mehrheit und in der Mitte liegt eine Gefahr begraben – Die Gefahr der öffentlichen Meinung.

Soziale Normen sind Verhaltensregeln, die von der Mehrheit formuliert und durchgesetzt werden. Sie, also die sozialen Normen, bestimmen, was normal ist. Sinn und Zweck dieser Normen ist es, dem Einzelnen innerhalb der Gesellschaft bei der Orientierung zu helfen. Des Weiteren erlauben uns soziale Normen, unser Gegenüber im Bezug auf seine Reaktionen und sein Verhalten zu deuten, und diese vorausschauend einschätzen zu können.

Auf den ersten Blick wirken soziale Normen daher wie ein gutes Hilfsmittel für ein harmonisches Miteinander. Problematisch wird es da, wo diese Regeln nicht infrage gestellt werden und mit einer absoluten Sicht auf die Wahrheit gleich gestellt werden. Dieses Infragestellen wird oft mit abweichendem Verhalten gleichgesetzt. Den meisten ist nicht bewusst, welchen hohen Wert deviantes, bzw. exzentrisches Verhalten– im oben genannten Sinne – für unsere Gesellschaft beinhaltet, denn ohne Exzentrik würde es keine soziokulturelle Entwicklung geben. Also scheint Exzentrik wie normative Abweichung notwendig!

Aus dieser Betrachtung und Überlegung heraus entstand eine Publikation mit der Intention, dem Leser die Augen zu öffnen, mit Vorurteilen gegenüber Exzentrik aufzuräumen, ihm für die Bedeutung dieser zu sensibilisieren und ihm auf das vorliegende Thema aufmerksam zu machen. Indem ich das Potenzial von Exzentrik ausarbeite, hoffe ich, auf die Gefahr einer anmaßenden Tyrannei der öffentlichen Meinung aufmerksam machen zu können. Innerhalb dieser Arbeit beziehe ich die Position und Meinung, dass Exzentrik und exzentrisches Verhalten zu schützen und zu fördern seien.

Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser und Prof. Silvia Beck