Konzeption und Entwurf von Kommunikationsmaßnahmen zum Thema Krieewelsch Platt – der Krefelder Mundart –
Lisa Hilbertz

BA-Thesis

Seit etwa 150 Jahren hat sich das Hochdeutsch in ganz Deutschland mehr und mehr durchgesetzt. So auch in Krefeld – meiner Heimatstadt. Das fortschreitende Aussterben unserer lokalen Mundart Krieewelsch habe ich als Anlass genommen, mich in meiner Bachelorarbeit damit zu beschäftigen.

Während der Recherche fiel mir die enge Verbindung des Dialekts mit der Stadt und der Identifikation mit ihr auf. Deshalb startete ich eine Umfrage in Krefeld: Was verbinden die Bürger mit Krieewelsch? Wird die Mundart verstanden, oder gesprochen? Fühlen die Krefelder sich mit ihrer Stadt verbunden – identifizieren sie sich mit ihr?

Es stellte sich heraus, dass viele Krefelder erstaunlicherweise die Mundart noch relativ gut sprechen und selbst diejenigen, die es nicht tun, verstehen sie zumindest. Außerdem verbinden sie es am häufigsten mit der Heimat, der eigenen Familie und Spaß. Eine positive Assoziation zur Stadt. Doch insgesamt identifizieren sie sich eher mit ihrem Stadtteil, als mit Krefeld selbst.

Dieses Ergebnis war der Anstoß zu meiner Idee: Eine Identifikationskampagne für Krefeld durch Krieewelsch Platt – Ich möchte die positive Assoziation zum Krieewelsch Platt nutzen, um die Bürger auf die positiven Seiten der Stadt aufmerksam zu machen:

Zitate der Bürger über Krefeld werden an Knotenpunkten der Stadt positioniert. Durch einen Hinweis auf die Homepage werden die Leser auf diese gelenkt. Dort können die User sich informieren und mitmachen: ein eigenes Zitat (zunächst) digital platzieren. Die Zitate mit den meisten likes, werden dann tatsächlich umgesetzt. Die Zitate sind dann sowohl in der Stadt zu finden, als auch auf Merchandise Produkten. Diese sollen über die Stadt verkauft werden, und der Gewinn, der hier erzielt werden kann, kann in verschiedene Aktionen einfließen, um das Stadtbild positiv zu beeinflußen: Sauberkeit, mehr Blumen und Grünflächen in der Stadt, oder Sitzgelegenheiten – also Crowdfunding Projekte, die von den Krefeldern selbst gewählt werden können.

Damit erhöhe ich Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und kann zusätzlich Krefeld etwas zurück geben.

Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser und Dipl.-Des. Bernd Grellmann