CANNY GRANNY – Eine virale Kampagne zum Thema Smartphoneabhängigkeit – Julia Rebentisch

BA-Thesis

Alle 6,5 Minuten schaut der durchschnittliche Mobiltelefon-Nutzer auf sein Handy oder Smartphone, um bloß keine Mitteilung bei WhatsApp, Facebook, Twitter, Instagram, Stayfriends oder eDarling zu verpassen. Überall und zu jeder Zeit wird gescrollt, getippt, fotografiert und vieles mehr. Die mobile Kommunikation hat unser Leben stark verändert. Sie hat neue Wege, aber auch neue Probleme und Gefahren geschaffen, wie zum Beispiel die Smartphoneabhängigkeit. Besonders Jugendliche sind häufig nicht in der Lage, das Medium kritisch, verantwortlich und selbstbestimmend zu betrachten und zu nutzen.

Das Ziel der Arbeit ist es, Smartphoneabhängigkeit publik zu machen. Betroffene sollen dadurch ein Bewusstsein für mehr Selbstkontrolle erlangen und ein Stück mehr Realität in den Alltag bringen. Wer bei diesem Thema mit erhobenem Zeigefinger um die Ecke kommt, wird weder von der Zielgruppe ernst-, noch überhaupt wahrgenommen. Viel wichtiger ist es, dass das Thema Spaß macht: Humor gehört zum Alltag, besonders in der Welt der sogenannten sozialen Netzwerke, die sich ja eher als asozial entlarven.

Die Idee: Mittels des fiktiven Charakters „Canny Granny" werden unterschiedliche Episoden im Leben einer völlig überzogen dargestellten, smartphonesüchtigen älteren Dame auf Videos verbreitet. Ganz bewusst wurde diese Person sozusagen als Trojanisches Pferd eingesschleust, damit der Betrachter sich distanziert und sich darüber lustig machen kann. Gebündelt wird die virale Kampagne auf Facebook, YouTube und Instagram. In einem Zeitrahmen von ca. sechs Wochen werden acht Videos, zehn Bilder und Statusmeldungen von CANNY GRANNY gepostet. Erst am Ende der Kampagne wird der Absender bekanntgegeben: Die Medienambulanz der Ruhr Universität Bochum.

Beispielvideo No.1
Beispielvideo No.2
Beispielvideo No.3

Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser und Dipl. Des. M.A. Jeannette Weber