380-780 – Entwurf und Konzeption eines Mediums zum Thema „Sichtbar/Unsichtbar“ – Jens Remes

BA-Thesis

380–780 ist eine regelmäßig erscheinende Print Publikation, die sich auf visuelle Art und Weise mit dem Unsichtbaren und der Untersuchung des Sichtbaren beschäftigt. Dabei geht es weniger um naturwissenschaftliche Forschung als viel mehr um unseren Alltag und dem, was ihn visuell ausmacht.
Unsere Sinne machen es möglich, dass wir unsere Umwelt so wahrnehmen wie wir sie kennen. Wir sehen alle gleich — unser subjektives Empfinden ermöglicht es jedoch, dass wir andere Kontexte erkennen. 380 bis 780 Nanometer beschreibt den Farbbereich, den wir als Menschen wahrnehmen — Dies bildet den Namen dieser Publikation.

Diese erste Ausgabe enthält zehn einzelne Hefte, eines von sechs individuellen Postern und widmet sich dem Thema Umwelt. Zusammengehalten werden alle Hefte durch eine bedruckte Kunststoffhülle. Jedes Heft umfasst ca. 12 Seiten und zeichnet sich durch eine offene Fadenbindung aus.

Ein Heft befasst sich zum Beispiel mit der Visualisierung von subjektiv beschriebenen Sehstörungen. Ein Anderes enthält eine Fotoserien zu einer Geschichte. Illustrationen bilden in einem Heft den Pudel als Hunderasse ab und gehen dabei auf die verschiedenen Formen des Felles ein. Grafisch konstruierte Gebilde widmen sich naturgegebenen und allgegenwärtigen Erscheinungen wie dem Horizont oder der Perspektive. Sichtbar werden diese Konstruktionen jedoch nur wenn man das gesamte Heft vor eine Lichtquelle hält.
Ein Poster stellt grafisch unser Umfeld als Kreisform dar. Durch eine grobe Rasterung werden Bildpunkte sichtbar und bilden in der Summe aller Teile das Gesamtbild. So wie auch unsere Umwelt und alles was uns umgibt aus kleinsten Teilen besteht.


Betreuung durch Prof. Nora Gummert-Hauser und Dipl. Des. Thomas Klefisch.