OMNI – 20 Jahre Internet: Versuch einer Annäherung
Konzeption und Entwurf von Kommunikationsmaßnahmen – Henrik Büren

Diplom

Das Internet ist ein äußerst weites Feld. Jedes Thema ist in einer bestimmen Form im Netz zu finden. Denn: Das Internet ist groß. Nein – sehr, sehr groß. Es ist das von den Ausmaßen her größte Medium unserer Zeit und wächst stetig weiter. Was vom Briten Tim Berners-Lee (CERN) als verworrenes Netz unter Wissenschaftlern zum Austausch von Informationen begann, hat über die letzten Jahre die Art unserer Kommunikation, der Arbeit, des Spielens sowie Konsumierens und unser Liebesleben so drastisch wie kein anderes Medium verändert. Vom Jahre 2000 bis 2011 ist die Nutzung des Internets um 528,1% gestiegen und hatte im Dezember 2011 eine Größe von ca. 2,3 Mrd. Usern weltweit. Das bedeutet, dass bei einer geschätzten Population von ca. 6,9 Mrd. Menschen, etwa ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Internet verbunden ist. Davon sind allein 901 Mio. bei facebook registriert. Diese Größe kann jedoch auch zu Problemen führen.

Menschen, die täglich mit dem Internet arbeiten und es als ständig aktuelle Informationsquelle benutzen, kennen dieses Problem:

„Ich hab da auf 'ner Seite was gelesen. Ich weiß nur nicht mehr wo“
„Oh Sekunde, neue Nachricht bei facebook!“
„Ich schick Dir später den Link. Den muss ich nur noch raussuchen.“
„Moment, da kam gerade ‘ne neue E-Mail …“

Oftmals vergisst man, wo man etwas Interessantes gelesen hat, aber im Endeffekt hat man seine festen Seiten, die einen mit den gewünschten, ständig aktuellen und interessen- sowie berufsrelevanten Informationen versorgen. Man wird jedoch durchgehend von (selten geschickt platzierter) Werbung, Mails, Social Networks oder zum Teil auch seiner eigenen Arbeitsmethodik derart abgelenkt, dass man schon eine Stunde später nicht mehr weiß, wo man „das… ähm…“ gelesen hat und an wen man es doch gleich hatte verschicken wollen. Es besteht also ein Problem der Reizüberflutung, welches es zu umgehen galt. Um diesem Problem Einhalt zu gebieten, muss ein Ort geschaffen werden, an dem die täglich abgerufenen Informationen übersichtlich versammelt und in einem anderen Rahmen wiedergegeben werden. Einem Ort, an dem man nicht ständig von Werbebannern, neuen E-Mails, facebook-Nachrichten, Popup-Fenstern, Tabbed-Browsing oder ähnlich störenden Unruhestiftern vom eigentlichen Inhalt abgelenkt wird.

Dieser Ort heißt OMNI – ein komplett personalisierbares Magazin für das iPad. Webinhalte wie Blogs oder Websites können frei hinzugefügt und angeordnet werden, sodass ein Magazin komplett nach Wunsch des Users erstellt wird. Die Inhalte werden dabei in fertige Layouts eingefügt, die sich anhand der Länge und Form der Texte sowie der Menge/Größe der Bilder, Videos und Links anpassen. Eine App wie OMNI ist ein praktischer Rückzugsort für jeden, der sich seine Informationen regelmäßig aus dem Internet bezieht und das schließt so gut wie jeden User ein – egal welchen Alters. Hauptsache ist das Verständnis der Funktionweise eines iPads. Wenn dies vorhanden ist, steht der uneingeschränkten Nutzung der App nichts mehr im Wege und es kann durch den User alles nach Wunsch hinzugefügt werden und somit entsteht ein personalisiertes Magazin.

Betreuung: Prof. N. Gummert-Hauser und Dipl.-Designer Bernd Grellmann