Die Bilderflut –Charlotte Vorfeld

BA-Thesis

Überall und immer werden wir von Bildern überflutet. Das Internet ist voll von Bildern, ob auf Facebook, YouTube, Spiegel-online oder Zalando. Wir tragen Bilder auf unserem Handy mit uns herum. Auf jeder Shampooflasche und jedem Joghurtbecher ist ein Bild abgedruckt. In Magazinen und Zeitungen, ganz klas­sisch an der Wand hängend, auf Hinweisschildern und im Fernsehen – überall sind Bilder. Diese Liste ließe sich noch ewig erweitern. Erstaunlich ist jedoch, dass – obwohl wir ständig von Bildern umgeben sind – es den meisten von uns wahrscheinlich gar nicht mehr auffällt. Vielmehr tragen wir alle noch ständig dazu bei. Wir fotografieren alles und jeden, immer und überall. Einen Moment an einem Ort zu sein und etwas zu sehen, reicht uns nicht aus, nein, die ganze Welt soll daran teilhaben. Nach dieser Devise wird in sozialen Netzwerken gepostet was das Zeug hält.

Mit der Entwicklung eines Leitfadens für den richtigen Umgang mit der geistig kaum oder nicht mehr zu verarbeitenden Fülle von Bildern, soll auf die Bildmengen hingewiesen werden. Ziel ist dem Dasein der Bilderflut kritischer gegenüber stehen und klar zu machen, dass man sich ihr nicht entziehen kann. Es soll ein Anstoß in die richtige Richtung sein – der bewusste und kritische Umgang mit Bildern.

Um das Ziel zu erreichen konzipierte und gestaltete ich einen „Notfallplan bei Bilderflut“ – wie es ihn von amtlichen Stellen im Falle einer drohenden Überflutung gibt. Nicht umsetzbare Vorschläge, wie man einer Überflutung entgehen kann, sollen dem Betrachter verdeutlichen, dass er sich der Bilderüberflutung nicht entziehen kann. Durch den umgangssprachlichen und mit Humor gespickten Sprachstil entsteht ein locker zu lesendes Unterhaltungsbuch, das Spaß macht.

Betreuung: Prof. Nora Gummert-Hauser und Prof. Dr. Kerstin Plüm